RCS-Racing RCS Racing


90 Jahre Schleizer Dreieck

Das erste Rennwochenende im Rahmen der „International Sidecar Trophy“ oder auch „der Sprung ins Haifischbecken“

Beim Sparkassen GP trat das RCS-Racing Team das erste Mal mit der Windle F1 im Rahmen der „International Sidecar Trophy“ auf dem schnellen Naturkurs des Schleizer Dreiecks an. Eine neue Rennserie, neue Organisation, neue Mitstreiter, kurzum ein neues Umfeld erwartete das Team als es am Donnerstagabend im Fahrerlager eintraf. Wie würden die „Neuen“ aufgenommen? Wie wettbewerbsfähig kann das F1 Renngespann schon bewegt werden? Schafft das Team die Qualifikation für die Hauptrennen am Sonntag? Eine Menge Fragen und etwas Unwohlsein machten sich breit.

Am Donnerstagabend wurde das Team trotz strömenden Regen freundlich begrüßt und konnte bereits die straffe Organisation in der „Trophy“ erkennen. Absperrhütchen und klare Regeln beim Aufbau der Rennzelte stellten schon mal einen Platz für alle Teilnehmer sicher. Am Freitagmorgen wurde bei trockenem Wetter die Windle-Yamaha ausgeladen und es tauchten auch schon mehrere Interessierte auf, um die „Neuen“ zu beschnuppern.  Die technische Abnahme der Gespanne fand sogar im Fahrerlager statt und nach dem Briefing wurde es dann langsam ernst.

Das erste Zeittraining am Freitagnachmittag stellte für das RCS-Team eine erste Ernüchterung dar, nach nur 5 vermeintlich schnellen Runden war man physisch am Ende und saß gefrustet im Zelt.  Nun zeigte sich das erste Mal der Zusammenhalt in der Truppe.  Tipps wurden den Neulingen gegeben, die Position im „Boot“ besprochen, was, wann und wo kann der Passagier machen um seine Kräfte besser einzuteilen, wie kann der Fahrer unterstützen usw.  Die Devise: Alles wird besser!!! Trotzdem schlich das Team abends gefrustet zu Bett.

Samstag Frühmorgens im zweiten Zeittraining wurde dann versucht das theoretisch gelernte und die Tipps in die Praxis umzusetzen.  8 Runden später war die Physis immer noch OK und die Rundenzeit hatte sich um 8 Sekunden gegenüber dem Vortag verbessert. „Da geht noch mehr“ war die motivierte Devise für das Qualifikationsrennen am Samstagnachmittag und das Gespann wurde über den Tag noch mal penibel durchgeschaut.

15:45 Uhr, Startaufstellung Reihe 7, die Ampel geht aus….abgewürgt !! Mist, aber dadurch einem schlimmen Startunfall entgangen, welcher direkt nach der Startlinie im vorderen Feld passiert ist. Also erst mal zickzack durch die Trümmer und dann hurtig hinter dem Feld her. Zwei Gespanne wurden dann noch auf der Strecke einkassiert , 2 Ausfälle + dem Startunfall gleich Platz 16. Das Team hatte das Minimalziel für das Wochenende erreicht und sich für die Hauptrennen am Sonntag qualifiziert.

Beim Sprintrennen am Sonntag startete das RCS Racing Team vom Startplatz 20 und beendete auf Startplatz 19. Den Start hatte Rainer Crome trotz penibler Kupplungseinstellung erneut vergeigt und man fuhr wieder dem Feld hinterher.  Vier Stunden später beim Gold-Race hat es dann mit dem Start endlich perfekt geklappt, das Rennen wurde aber leider schon in der ersten Runde wegen eines heftigen Überschlags im Bergab-Stück zum Ort neutralisiert (gute Besserung an das „ABZ-Nutzfahrzeuge Racing Team“). Nach dem Neustart brach an der Windle-Yamaha der Schalthebel und das RCR-Racing Team musste mit technischem Defekt schon in Runde 1 aufgeben.

Das F600 Team (Tassillo Gall  mit Hendrik Crome im Boot) hatte am Freitag einen heftigen Motor- Platzer, die Mechaniker Crew brachte das Gespann aber wieder zum Laufen  und das Team stand nach dem achten Platz im Sprint beim Gold-Race als dritter auf dem Podium. Die Sieger des Wochenendes waren das Team „Early Grey“  und „Knapton Racing“ welche je einmal erster und zweiter wurden.

Fazit : Suchtgefahr ! Die „Trophy“ ist extrem gut und straff organisiert, das RCS-Racing Team konnte sich zumindest in Schleiz schon mal im hinteren Viertel des Feldes festbeißen und die Windle-Yamaha kann noch deutlich mehr als das Piloten-Team.

Am kommenden Wochenende geht es in Oschersleben erneut bei der „International Sidecar Trophy“ an den Start. Das RCS-Racing Team hat sich entschlossen, beim Sidecarfestival beide Gespanne mit zu nehmen und als Doppelstarter zu fungieren (Schwerpunkt liegt aber auf dem F1).  Dieses Mal wird uns daher ein zusätzlicher Team-Mechaniker, Logistik sowie Team Catering begleiten.

Man sieht sich in Oschersleben !

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