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Italienische Ostern

Schnelle Italiener im Spagetti Knäuel und Besuch vom Osterhasen

Die Strecke in Franciacorta nah dem südlichen Ende des Gardasees kann getrost mit einem Spagetti Knäuel verglichen werden. Kaum Geraden, schnelle Wechsel und eine Rechts-Links-Kombination vor der Start-Ziel-Geraden machte es diesmal gerade den „Monkeys“ schwer im Boot zu bleiben.

Das RCS-Racing Team fand im ersten freien Training am Samstagmorgen denn auch keine gescheite Linie und man holte sich erst mal Tipps von Teams die schon das Freitags-Training mitgemacht hatten. Das erste Zeittraining war trotzdem eher ernüchternd: „was, so langsam?“ war die Frage. Was war zu tun? Zudem zog sich der eh graue Himmel immer weiter zu. Jetzt bloß keinen Regen, sonst bleiben wir ganz hinten stehen. Der Wettergott hatte zwar ein einsehen, aber alle Anstrengungen brachten nur Startplatz 15 mit lediglich einer Sekunde Verbesserung.  Speziell Fahrer Rainer Crome haderte mit der kurvigen Strecke: „Ich bringe die dicke Berta einfach nicht gescheit ums Eck“ war die gefrustete Aussage.

Hilfe kam von Chris Baert vom Team Gent-Express, der vielleicht erfahrenste Fahrer der Trophy gab Fahrwerkstipps für die störrische Windle und Chefmechaniker Günther „Mechanix“-Brunke machte sich ans Werk. Das Risiko, ohne weitere Trainingssitzung mit einer neuen Fahrwerkseinstellung direkt ins Rennen zu gehen wurde bewusst eingegangen. Im Notfall halt nach ´ner Runde rausfahren war der Notfallplan.

Ostersonntag klopfte jedoch erst mal der Osterhase an die Tür des Motorhome um bemalte Eier zu verteilen. Team-Sekurity-Teckel Gerco sah das ganz anders und konnte nur beherzt zurückgehalten werden, sonst wär der große Hoppelmann dem Jagdtrieb der Trethupe wohl endgültig zum Opfer gefallen. Der Riesen-Hase wurde später auch wiederholt in der Startaufstellung gesehen und blieb den Sidecar-Piloten sogar bis zur Siegerehrung präsent.

Direkt nach der Mittagspause war es dann soweit, die zwei Einführungsrunden präsentierten denn auch ein komplett anderes und sehr positives Fahrgefühl. Nach perfektem Start spulte das RCS-Team Runde um Runde runter, bis die enge und kurvige Strecke wieder anfing Beifahrer zu fordern. In der 5. Runde gingen die Schmiermaxen von Team Steiner/Kristler und Team Böse/Steinert über Bord, so das das Rennen abgebrochen werden musste (gute Besserung von hier an die beiden Gladiatoren.) Der Neustart mit verkürzten Restrunden gelang erneut perfekt und das RCS-Racing-Team beendete den ersten Lauf der 2014er Saison auf Rang 10.

Gegen Abend, die F1 Gespanne traten zum letzten Lauf des Renntages an, vergurkte Rainer Crome mal wieder den Start und man fuhr mit dickem Hals dem Feld hinterher. Beherzt wurde jedoch Konkurrent um Konkurrent niedergerungen und selbst eine kleine Motorcross-Einlage mit der Windle  neben der Strecke gab den überholten Teams keine Möglichkeit mehr wieder vorbeizuziehen. Ergebnis war der für den lausigen Start noch gute 12. Platz.

Überragendes Team des Wochenendes war die schnelle Italienische Paarung Ozimo/ Zanarini welche allerdings vom TAZ-Racing Team mit Tassilo Gall und Hendrik Crome an Bord hart bedrängt wurden. Das Seriensiegerteam vom letzten Jahr, Ken Knapton mit Enrico Roick im Boot betrieb krankheitsbedingt Schadensbegrenzung. Der schnelle Engländer kam trotz Magen-Darm-Virus zweimal auf Platz 4 liegend ins Ziel.

Der nächste Lauf der International Sidecar Trophy am Lausitzring kann vom RCS-Racing Team nicht bestritten werden, man reist als Zuschauer parallel zur TT auf die Isle of Man. Vorher wird das Fiddaman BSA Gespann aber noch bei der ADAC Sachsenring Classic zum Einsatz kommen.

Man sieht sich am Sachsenring !

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