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1989 Windle-Yamaha Sidecar

Der Windle-Yamaha Renner ist ein sogenanntes F1-Renngespann wie es heute noch in der IDM und WM eingesetzt wird. Man unterscheidet bei den modernen Renngespannen die Klassen F1 und F2.

F2 Gespanne sind konventionell aufgebaut mit Stahlrahmen und Schwingen, der Motor sitzt wie bei den Classic-Gespannen vor dem Fahrer und es sind max. 600 ccm Viertaktmotoren zugelassen. F1 Gespanne haben in der Regel einen kastenförmigen Grundträger aus Aluminium an welchem die Radaufhängungen wie bei den Monoposto Rennwagen angebracht sind. Die Lenkung findet nach dem Achsschenkelprinzip statt. Der Motor sitzt hinter dem Fahrer und es sind max. 1000 ccm Vierzylinder oder 1200 ccm Zweizylinder Viertaktmotoren zugelassen ( ab 2016 in der WM nur noch 600 ccm, auch beim F1 Chassis)

Der Rahmen unseres Gespanns ist ein ganz seltener Carbon-Träger welchen die Firma Windle von dem Formel Eins Rennstall Arrows herstellen ließ und mit eigenen Fahrwerkskomponenten zu diesem Gespann komplettiert hat. (es wurden nur insgesamt 5 Stück hergestellt,  drei davon sollen noch existieren) Als Antrieb ist ein 1000er Yamaha Einspritzmotor aus der 2003er R1 verbaut (Original fuhr dieses Chassis mit einem ADM500 Zweitaktmotor in der WM). Nach dem heutigen Reglement (stand 1000 ccm) modifiziert leistet er nun knapp 165 PS (gemessen auf einem Dyno-Prüfstand).

Die Bremsen (alles AP-Racing Sättel mit Innenbelüfteten Scheiben) werden als Zweikreisbremssystem über das linke Fuß-Pedal bedient. Die Schaltung mit Quickshift-Funktion, welche beim Schalten kurz die Zündung unterbricht (kann ohne Gaswegnahme und ohne Kupplung geschaltet werden) wird  mit dem rechten Fuß bedient. Radgrößen sind auf der Seite und an der Front 9.2 bzw. 8.2×13 Zoll und hinten 10.0×14 Zoll. Gegenüber unserem Fiddaman-BSA-Gespann sind hier natürlich Slicks obligatorisch und bei schlechtem Wetter werden spezielle Regenreifen eingesetzt. Der Radwechsel geht wie bei den Formel-Eins Autos über eine Zentral-Radmutter.

Die große Verkleidung, welche bei den F1-Gespannen den Fahrer komplett umschließt wurde von Jason-Miller aus England speziell für den Windle-Karbon Rahmen gebaut und kann blitzschnell nach lösen einiger Spezial Verschlüsse abgehoben werden um an der Technik Wartungs- oder Reparaturarbeiten vornehmen zu können.

Die Windle-Yamaha wurde nach der Saison 2019 vorübergehend in den Ruhestand versetzt und ist z.Z. für spätere Einsätze im Rahmen von Classic-Rennen sorgfältig eingelagert. 

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