RCS-Racing RCS Racing


Familienduell #3

Fahrbericht zur „Silbernen Rose von Hildesheim“

Das Familienduell im Rahmen der silbernen Rose von Hildesheim ging dieses Jahr bereits in Runde 3. Bei der Nennung wäre es allerdings beinahe schon gescheitet, die Nennliste zur Veranstaltung wurde bereits nach 3 Tagen wegen Erreichung der Maximal-Teilnehmerzahl durch den Hildesheimer Automobil-Club (HAC) geschlossen. Team „Goggo“ brauchte allerdings erstmal die Unterschrift der Fahrzeugbesitzerin und war dann gerade auf den letzten Drücker noch reingerutscht. Auch hinsichtlich der technischen Vorbereitung war man im Vergleich zu Team „Triumph“ und „Austin“ spät dran. Das Goggomobil musste noch die TÜV-Hauptuntersuchung bestehen was wegen des Saisonkennzeichens mit Start April leider auch nicht eher durchzuführen war, sich aber letztendlich als kein Problem darstellte.

Eine Woche vor der Veranstaltung drehte sich auch die Wettervorhersage langsam in eine positive Tendenz und es war frühmorgens schon sonnig und lediglich noch sehr kalt, als es vom Treffpunkt in Bockenem gemeinsam losging. Der HAC hatte mit dem Restaurant Miara-Ranch in Lamspringe einen neuen Dreh- und Angelpunkt der Rallye festgelegt, nachdem schon im Vorjahr dort die Mittagspause mit dem Re-start organisiert worden war.  Unterlagen abholen, Startnummern kleben und erste Checks des Roadbooks hießen die Aufgaben von Fahrer/in und Beifahrer/in parallel zum guten Frühstück im Lokal.  Dann ging, wie schon die Jahre zuvor, Team “Austin“ als erstes Team des Familienduells mit Startnummer 14 in Gruppe 2 auf die Strecke, anschließend Team „Goggo“ mit Startnummer 40 in Gruppe 3 und final folgte Team „Triumph“ mit der Startnummer 57 in Gruppe 4. Insgesamt waren ca. 125 Oldtimer in 6 Klassen gemeldet, das älteste Fahrzeug in Klasse 1 aus dem Jahr 1930, das jüngste in Klasse 6 aus dem Jahr 1992.

Die erste Sonderprüfung (alle Prüfungen des Tages waren als Gleichmäßigkeits-Läufe ausgeführt), folgte umgehend nach dem Start und obwohl nur die Hauptstraße gequert werden musste, fehlte schon mal die Startnummer 56 als Team „Triumph“ an der Zeitnahme eintraf. Keine Ahnung wie man sich schon auf 200m verfahren konnte. Diese GLP1 entschied Team „Goggo“ klar für sich im Duell, mit nur 0,2 Sekunden Abweichung ging es durch die Lichtschranke. Nach kurzer Fahrt folgte bei Woltershausen auch schon die GLP2, wo ca. 20 % der Teilnehmer in der Sonderprüfung falsch abbogen und sich satte 10 Fehlerpunkte einheimsten. Hier hatte im Duell das Team „Austin“ die Nase vorn, die Abweichung betrug am Ende nur 0,23 Sekunden und somit setzte es auch nur 0,23 Fehlerpunkte.

Nach kurzer Vorstellung der Classic-Cars im Rahmen des Stadtfestes in Alfeld ging es bei immer wärmeren Temperaturen und strahlendem Sonnenschein durch den Südlichen Landkreis. Mehrere Stempelkontrollen und sogenannte „stumme Kontrollen“, bei welchem eine große Nummerntafel irgendwo an der richtigen Strecke an einen Straßenbaum befestigt ist, mussten gefunden und auf der Bordkante in richtiger Reihenfolge notiert werden. Am Ende der Tour musste dann die passende Startnummer exakt zu der für sie vorgeschriebenen Zeit bei der finalen Vormittags-Zeitkontrolle vorfahren, die Vormittags-Bordkarte abgeben und die Restart-Zeit für die Nachmittags-Tour auf der Nachmittags-Bordkarte notiert werden. Dann ging es wieder zur Miara-Ranch wo ein umfangreiches Lunch-Buffet auf die Teilnehmer wartete.  Nach kurzem Vergleich aus dem Gedächtnis waren sich die 3  „Crome“ Teams einig die Bordkarte fehlerpunktefrei abgegeben zu haben. Viel Zeit zur gemeinsamen Mittagspause war nicht gegeben, Team „Austin“ musste schon wieder zum Start als Team „Triumph“ gerade die Vorspeise auf dem Teller hatte.

Auch die Nachmittagssession hatte noch in Lamspringe die erste Sonderprüfung, es ging bei der GLP3 um eine Halle des Wertstoffhofes bei welcher im Familien-Duell das Team „Austin“ mit 0,62 Sekunden Abweichung erneut die Nase vorn hatte. Die Tour führte anschließend über Neuhof, Ammenhausen und Wohlenhausen nach Bornum, wo mit der GLP4 die finale Sonderprüfung des Tages zu absolvieren war. Diese startete vor der A7 Brücke in Richtung Jerze, führte die Serpentinen hinauf und endete direkt vor dem Ortsschild des Dorfes.  Obwohl es nur Bergauf ging und das schwach motorisierte Goggomobil klar im Nachteil war, schaffte es Hendrik Crome mit Ansage seiner Frau Alina bis auf 3 hundertstel Sekunden an die Sollzeit heranzufahren. „Learning by doing“ schien die Devise, denn alle 3 Teams des „Duells“ lagen diesmal mit ihrer Abweichung deutlich unter einer Sekunde !

Die Organisation hatte dann im weiteren Streckenverlauf der Nachmittagstour einige zusätzlich „Fallen“ eingebaut.  So hatte man beim Einfahren in das Osterholz hinter Jerze zweimal die gleiche Zahl in kurzem Abstand aufgehängt. Das führt dazu, das der Beifahrer nach erstem Sichtkontakt mit dem Aufschreiben beschäftigt ist und wenn der Fahrer die nächste Zahl meldet dieser der Meinung ist, er hätte sie schon notiert. Korrekt ist aber, dass man diese Zahl dann zweimal eintragen muss.

Auch konnte man z.B. die Stempelkontrolle in Nauen schon sehen, wer aber nach Roadbook fuhr musste einen Bogen um die Kirche machen und dort hing ziemlich versteckt eine Zahl. Zudem war exakt hier die Meterangabe zum Abbiegen etwas ungenau, sodass man pur nach Roadbook-Zeichen navigieren musste. Team „Austin“ fuhr daher leider falsch um die kleine Kirche herum und konnte die Nummer gar nicht sehen. Dieses führte dann leider zu 2 Strafpunkten bei der Auswertung.

Dieselbe Falle etwas später nochmal in Söder, wo Team „Triumph“ als letztes von 4 Oldtimern in einer Gruppe ankam und als einziges davon die korrekte, kleine Runde ins Dorf nahm. Die anderen drei Oldtimer waren direkt zur offensichtlichen Stempel-Kontrolle gefahren und hatten sich dadurch zwei Strafpunkte wegen der fehlenden Nummer eingesackt, welche nur in der Ortsdurchfahrt sichtbar war. 

Nach der Zieldurchfahrt, wobei die 2. Bordkarte abzugeben war, wartete ein umfangreiches Kuchenbuffet im Restaurant auf die Teilnehmer, was die Zeit bis zur Siegerehrung gut überbrückte. Das finale Resultat des Tages konnte sich dann am Ende aber wieder sehen lassen. Team „Austin“ holte den 3. Platz in der Gruppe 2 sowie erneut den Pokal der „Damenwertung“, Team „Triumph“ den zweiten Platz in der Gruppe 4 und Team „Goggo“ schaffte es nach 2025 auch dieses Jahr erneut wieder den Sieg in der Klasse 3 einzufahren. Das Familienduell gewann aber zum ersten Mal das Team „Triumph“ welches die geringste Summe aller Fehlerpunkte aufweisen konnte, da Team „Goggo“ irgendwo auf der Strecke eine Zahl übersehen hatte und sich wie Team „Austin“ noch 2 zusätzliche Fehlerpunkte eingesackt hatte.

Viel Spaß, tolles Wetter, super Organisation und tolle Streckenführung durch den HAC machte die Rallye um die Silberne Rose von Hildesheim wieder zu einem Highlight im Kalender des RCS-Racing-Teams.

Man sieht sich beim Deutschland-Treffen des Triumph TR-Registers in Soltau

Die Kommentare sind geschlossen.