RCS-Racing RCS Racing


Tscheschischer Tika-Taka Beton und Slowakischer Asphalt

Die kürzeste Strecke zum Slovakiaring geht komplett durch Tschechien. Leider ! So schön der Kurs kurz hinter der Slowakischen Hauptstadt Bratislava auch ist, die An und Abreise durch die Tschechei ist eine Tortur. Durch Unkenntnis oder Pfusch beim Bau haben sich die Betonplatten der Autobahn wie die Schuppen einer Echse einseitig angehoben. Der Renntross des RCS-Racing Teams hielt dem Dauer-Tika-Taka der Autobahn aber zumindest dieses Jahr stand und man erreichte die schön gelegene Strecke am Freitagnachmittag, pünktlich für das erste extra Training am Abend. Schnell aufgebaut, Papier und technische Abnahme erledigt und schon ging es das erste mal durch die Boxengasse hinaus.

Fast sechs Kilometer lang, mit einer schnellen Außenbahn und einem schönen Infield sticht die Asphaltbahn durch künstliche Hügel hervor, welche zum Teil die Bremspunkte verdecken und das Fahren spannend gestaltet. Das freie Fahren half dann auch die Strecke zu verstehen und als man nach 25 Minuten wieder im Fahrerlager eintraf hatte der Team-Mechanix schon den Grill befeuert und ein kaltes Bier bereitgestellt. So macht Rennsport Spaß.

Am Samstagmorgen im ersten Zeittraining hatte das Team Schwegler leider einen heftigen Einschlag in die Planken was zu einem sofortigen Trainingsabruch führte. Beifahrer Eric musste mit dem Heli ins Krankenhaus geflogen werden, erst später am Tag konnte Gott sei dank Entwarnung gegeben werden, es ging Ihm den Umständen entsprechend besser. Gute Besserung von hier und dem ganzen RCS-Racing Team!!

Das zweite Zeittraining am Nachmittag brauchte nochmals eine deutliche Verbesserung der Rundenzeit und das Supersprint-rennen am Samstagabend wurde auf dem 16. Platz mit erneuter Zeitverbesserung beendet. Bei strahlendem Sonnenschein am Sonntagmorgen stand das ganze Feld erneut in der Startaufstellung zum Sprintrennen des Wochenendes. Dieses wurde durch viele technische Ausfälle geprägt, u.a. mussten die F1 Meisterschaftsführenden des TAZ-Teams Ihre LCR mit fester Bremse an die Seite stellen und auch die führenden der F2 Wertung, Team Bachmeier rollten an der Strecke aus. Ganz oben auf dem Siegerpodest stand daher zum ersten mal in 2014 das dominierende Team des Jahres 2013, Knapton/Roick. Das RCS-Racing Team beendete den Lauf  zufrieden auf Platz 12 liegend.

Zum Hauptrennen am Sonntagnachmittag traten aber bis auf Team Schwegler alle wieder an. Auf Grund eines Superstarts von Rainer Crome (endlich hat es mal geklappt) fand sich die dicke Windle-Yamaha samt Besatzung nach Runde eins im vorderen Mittelfeld wieder. Leider konnte der Fahrer das Tempo nicht über die Distanz gehen und eine nachlassende hintere Bremse taten ein weiteres, so dass das Team sich am Ende mit Platz 15 zufrieden geben musste. Sieger im Hauptrennen wurde mit überragenden 17 Sekunden Vorsprung das TAZ-Racing Team um Tassilo Gall und Hendrik Crome, welche die Meisterschaftswertung somit nach der Nullnummer vom Vormittag wieder gerade rückten.

Der Tross der International Sidecar Trophy wird seinen nächsten Lauf in Östereich absolvieren. Man sieht sich daher am Red-Bull Ring in Spielberg !!

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