RCS-Racing RCS Racing


Neue Pelle, neue Linien

Home Race für das RCS-Racing-Team in Oschersleben. Nach langer Zeit mal wieder auf dem Lieblingskurs in der Magdeburger Börde und das in voller Besetzung mit Mechaniker und Support-Team. Selbst die Sponsoren hatten sich angemeldet das Geschehen mal live an der Strecke zu verfolgen. Einzig der Ersatzbeifahrer des Teams hatte etwas anderes in seinem Terminkalender und glänzte daher diesmal mit Abwesenheit. Am Freitagnachmittag startete der Tross am Truck-Stopp im heimatlichen Bockenem um nur 95 Minuten später am Fahrerlager einzutreffen.  Flugs wurde groß aufgebaut, (hier nochmals speziellen Dank an Eckart Rösinger welcher für das RCS-Racing-Team extra viel Platz freigehalten und bis zur Ankunft tapfer verteidigt hatte) bevor die technische Abnahme die Helme und das Renngerät der üblichen Prüfung unterzog. Parallel legte das Support-Team um Küchenchef Marc Pruiksma mit dem Team-Dinner los und der Abend klang anschließend bei einigen Glas Bier so langsam aus.

Samstagmorgen, das Wetter zeigte sich von bester Seite, das Support Team hatte bereits frische Brötchen organisiert als die Windle-Yamaha für das erste Training klar gemacht wurde. Durch die lange Abwesenheit auf dieser Strecke sollte es im ersten Training erstmal langsam angehen und man wollte sich sanft an die Zeiten aus der Vor-Unfallzeit heranarbeiten. Trotzdem war es frustrierend wie unharmonisch das erste Zeit-Training ablief. Die Beifahrerin Tanja Crome fühlte sich in Linkskurven immer zu spät, da Sie wegen der zu schonenden Schulter mehr Beinarbeit einsetzte und die Koordination auf der Plattform für Links schlecht ablief, der Fahrer Rainer Crome haderte die ganze Zeit über mit einem über das Vorderrad schiebenden Gespann. Die Trainingszeit war dementsprechend schlecht und es wurde während des gesamten Frühstücks beraten was zu tun war. Man ging das Thema dann parallel wie folgt an : der vordere Slick wurde als Übeltäter identifiziert und man brachte das Rad zum Reifenservice um den „Holzreifen“ gegen eine neue Pelle mit Gripp auszutauschen. Zur gleichen Zeit suchte sich die Beifahrerin im Fahrerlager rat hinsichtlich der Beinkoordination für Linkskurven.

Reifen abholen, Luftdruck-Check, Tanken, das übliche Maintenance-Programm und Ruck-Zuck war man kurz vor der Qualifikation angekommen. Der Plan war folgender: zwei Runden den neuen Vorderreifen einfahren, dann mindestens zwei schnelle Qualli-Runden und dann noch 1-2 Auslaufrunden. Im Mittelfeld der 20 Teams ging es auf die Strecke. Schon in den Einrollrunden zeigte sich der Erfolg. Man konnte komplett neue Linien fahren, der Gummi klebte am Asphalt wie die Hundescheiße am Schuh. Auch die Beifahrerin bekam nach den Tipps und Trockenübungen im Paddock nun die Linkskurven auf den Punkt. Gegen Ende der zweiten Einrollrunde gingen noch zwei schnelle F2´s an der RCS-Windle vorbei, dann folgten die abgesprochenen Qualifikationsrunden. Die vorbeigegangenen Gespanne wurden schon vor der Hasseröder Kurve wieder eingesammelt und die beiden fliegenden Runden hatten es echt in sich. Über 6 Sekunden schneller als im ersten Training, neue persönlich Bestzeit, final Startplatz 12, alles wieder im Lot.

Platz 12 in der Startaufstellung hieß allerdings mittendrin. Nun bloß nicht den Start verkacken. Wie würde der Pulk die erste Kurve kriegen ? Zu viele Fragen, keine Antworten…einfach machen !!   Das erste Rennen des Wochenendes war für 17:00 Uhr angesetzt und die Hitze des Tages ließ schon etwas nach, als das Team sich fertig machte und mit der Windle-Yamaha zum Vorstart fuhr. Einrollrunde, Startaufstellung und ab ging die Post. Rainer Crome erwischte einen perfekten Start, ließ zwar vor der ersten Kurve aus Sicherheitsaspekten 2 Gespanne durch, sammelte diese aber schon im Tripple wieder ein. Das Team Baur/Baur, welches in der Startaufstellung vor dem RCS-Racing-Team stand war beim Start stehen geblieben und somit segelte man auf Platz 11 um den Kurs. Mit einer Kiesbetteinlage des NOKIRADA-Teams ging es weiter vor auf Platz 10. Als NOKIRADA die Reihenfolge wieder herstellte ließ Rainer Crome die Tür etwas zu lange offen und das heftig drängende –Team BMW Club Peuerbach rutschte leider mit durch. Die Gebrüder Siegl konnten sich gleich einige Meter absetzen. Drei Runden später war man wieder dran und Rainer Crome schob die dicke Windle F1 am Ende der Gegengeraden auf dem Bremspunkt innen neben das schlanke LCR F2 Gespann und machte damit Formatfüllend die Kurve dicht. Danach ließ man keinen Konter der schnellen Österreicher mehr zu und beendete das Rennen auf Platz 11.

Am Abend war zur diesjährigen „Trophy-Party“ geladen. Vielen Dank nochmals an das Team Rainbow für die Getränke und an Reifenservice Endeveld für das Grillbuffet. Ausgelassen wurde im Fahrerlager bis mitten in die Nacht gefeiert. Die aktive Besatzung der Windle-Yamaha zog sich am späten Abend zurück, man musste Fit für den Sonntag sein.

Ein nächtlicher Regenschauer sorgte in Verbindung mit den hohen Temperaturen und dem Sonnenschein für ein schwülwarmes Klima am Vormittag des Renn-Sonntags, als sich das Team für den 2. Lauf zur Mittagszeit klarmachte. Der Start gelang wieder nahezu perfekt, jedoch rutschte diesmal das Team BMW Club Peuerbach, welches in der Startaufstellung direkt nebenan stand, vor der ersten Kurve innen durch. Die Original Reihenfolge stellte Rainer Crome aber schon am Ende der ersten Runde wieder her als man die bessere Linie auf Start-Ziel hinbekam und dadurch etwas früher ans Gas konnte. Die 1000ccm des Yamaha-Antriebs taten den Rest.  Runde um Runde versuchte man sich nun an das vorausfahrende Team JJR aus Pinneberg heranzuarbeiten. Die Nordlichter machten aber keine Fehler und hielten die Windle-Yamaha auf Distanz. Ein Ausfall des in der Führungsgruppe liegenden Team-Wirth nach „Feindberührung“ mit Team Sidecardog führte letztendlich zu einer erneuten Top-Ten Platzierung (nach dem Regenrennen am Red-Bull-Ring) des RCS-Racing-Teams in der International Sidecar Trophy. Und das beim Heim-Rennen in Oschersleben.

Der nächste Auftritt des RCS-Racing-Teams wird wieder mit dem Fiddaman-BSA Gespann bei den DEMO-Läufen der MOTO-Revival im September in Hamburg stattfinden. Hierzu sind noch Wartungsarbeiten am Oldtimer nach dem Schleizer Einsatz durchzuführen und auch die kaputte Startmaschine muss noch Instandgesetzt werden.

Man sieht sich in Hamburg…..

Eine Antwort zu “Neue Pelle, neue Linien”

  1. Pruiksma sagt:

    So ein schnelles Wochenende,
    echt Klasse!!!!!!
    viele Grüße vom Support-Team

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